Havanna Top-Sights

Aktualisiert: 5. Jun 2021

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Havanna´s Altstadt

La Habana Vieja: Alle Sehenswürdigkeiten im Überblick

Aktualisiert: 5. Jun 2021

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen eine Reihe an historischen Festungsanlagen, Plätzen und Gebäuden. Es gibt aber auch mehrere sehenswerte Museen zu erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind in folgender Übersicht dargestellt:


Flanieren

  • Der Paseo del Prado ist die wichtigste Flaniermeile in der Innenstadt der Hauptstadt. Die offiziell Paseo de Marti genannte Straße verläuft vom Malecon entlang des Parque Central bis zum Parque de la Fraternidad. Zu beiden Seiten des Prados befinden sich bedeutende Gebäude und große Hotels. Der Prado teilt auch die Stadtteile Habana Vieja und das westlich gelegene jüngere Centro Habana.
  • Die lebendige Fußgängerzone Calle Obispo, erstreckt sich über etwa einen Kilometer, vom westlichen bis zum östlichen Ende der Altstadt.

El Morro

Wehranlagen

  • Das imposante Castillo de los Tres Reyes del Morro (Karte) wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts aus Korallengestein errichtete. Ziel der Anlage war es, den Eingang zur Bucht und somit den Hafen der Stadt zu schützen. Abwehren konnte die Festung mehrere Angriffe von Freibeutern (Franzosen, Holländer und Briten) wurde jedoch 1744 erstmals eingenommen. Heute ist die Anlage Wahrzeichen der Stadt und eine beliebte Touristenattraktion. Die Festungsanlage wurde 1844 um einen 24 m hohen Leuchtturm erweitert. Von Morro genießt man eine atemberaubende Aussicht auf den Malecón und die Stadtteile Habana Vejea, Centro Habana und El Vedado. Wem sich die Möglichkeit bietet, kann von der Anlage einen wunderschönen Sonnenuntergang verfolgen.
  • Ebenso zum Schutz des Hafenbeckens wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das riesige Castillo de San Carlos de la Cabaña (Karte) errichtet. Die Wehranlage erstreckt sich über zehn Hektar und gilt damit als größte Wehranlage in der Neuen Welt. Sie verläuft oberhalb zur Einfahrt zur Bucht von Havanna. Auf der Rückseite schützt ein tiefer Graben. Der Zugang zur Anlage ist nur über eine Hängebrücke möglich. Jeden Abend wird um exakt 9 Uhr in einer Zeremonie ein Kanonenschuss abgesetzt. Diese Tradition erinnert an die tägliche Schließung des Hafens. Früher wurde nachts die Zufahrt zum Hafenbecken mit einer Kette gesperrt. Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang lässt sich von der Anlage die malerische Kulisse Havannas bewundern. Ausländer müssen einen Eintritt von 6 USD entrichten. Die Kanonenschusszeremonie beginnt 20.45 Uhr und ist im Eintrittspreis enthalten.
  • Auf der anderen Seite der Zufahrt befindet sich die verhältnismäßig kleine Festung Castillo de San Salvador de la Punta. Diese Anlage ergänzt das gegenüberliegende Morro und sicherte die Zufahrt zur Bucht von der westlichen Seite. Errichtet wurde die Anlage ursprünglich gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Heute beherbergt sie ein Museum.
  • Die Entstehungsgeschichte des Castillo de la Fuerza begann in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1555 nahm der hugenottische Freibeuter Jacques de Sores die Festung ein und plünderte Havanna. Als Konsequenz dieses Piratenangriffs wurden die anderen Festungsanlagen errichtet. Die Festung ist die älteste Wehranlage Havannas und die zweitälteste europäische in der gesamten Neuen Welt. Sie gilt als unverwechselbares Beispiel militärischer Architektur aus der Zeit der spanischen Kolonialzeit in der Karibik. Heute ist in den alten Gemäuern das Waffenmuseum untergebracht.

 

Plätze

  • Der Plaza Vieja (Karte) ist entgegen seiner Bezeichnung als "Alter Platz" nicht der älteste Platz der Altstadt, sondern wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Der Platzt wurde seit den 1990er Jahren mit Unterstützung der UNESCO kontinuierlich saniert. Heute erstrahlt er wieder in seinem alten Glanz. Am Platz befindet sich die Casa de la Cerveza, in welcher man recht preiswert ein selbstgebrautes Bier und kleine Snacks erhält. Zudem gibt es ein staatliches Kaffeehaus, in dem sich nicht nur Kaffee trinken, sondern auch frisch gerösteter kubanischer Kaffee erwerben lässt (ein tolles Mitbringsel). An und um den Platzt herum finden sich verschieden private Restaurants, die ordentliche, jedoch nicht unbedingt preiswerte Angebote haben. Wer bei einer wunderbaren Aussicht ein erschwingliches Getränk einnehmen möchte, der besucht die Dachterrasse des eleganten Cueto Hotels (Insider-Tipp).
  • Der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts angelegte Plaza de Armas (Karte) ist einer der ältesten Plätze Havannas. Lange Zeit war hier das Zentrum der Stadt. Der Platzt diente als Exerzierplatz der Truppen des spanischen Königs. An der Westseite des schön begrünten Platzes befand sich die barocke Residenz des spanischen Gouverneurs (Palacio de los Capitanes Generales), die heute das Stadtmuseum beherbergt. In der Mitte des Platzes steht eine Statue des kubanischen Freiheitskämpfers Céspedes. An der Ostseite befindet sich ein kleiner neoklassizistischer Tempel aus dem Jahre 1828. Im "el Temple" werden einige der Gemälde und die Urne des französischen Malers Jean Baptiste Vermay ausgestellt, der In Havanna lebte und auch verstarb.
  • Der Plaza de la Catedral (Karte) ist einer der schönsten Plätze der Altstadt. Am Platzt befindet sich die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Bischofskirche. Das auch als Kolumbus-Kathedrale bezeichnet Gotteshaus besticht durch eine Fassade aus Korallenkalk und zwei asymmetrische Türme.

    Plaza de la Catedral Havanna

    Plaza de la Catedral

    Lange Zeit waren hier die sterblichen Überreste von Christoph Kolumbus aufbewahrt worden. Am südlichen Ende des Platzes befindet sich in einem 1720 errichteten Gebäude, der Casa Bayona, das Museo de Arte Colonial. An der Ostseite des Platzes laden der Palacio del Conde Lombillo und der Palacio del Marqués de Arcos zu einer Besichtigung ein.


Historische Gebäude

  • Unweit des Parque Central befindet sich das Edificio Bacardi (Karte). Das imposanten Art-Deco Gebäude war das ehemalige Verwaltungsgebäude des Rum-Imperiums der Bacardi Familie. Nach der Machtübernahme Castros wurde die Bacardi Familie enteignet und der Rum unter der Marke Havana Club vermarktet. Bereits die Lobby ist sehenswert. Der Blick in die Lobby ist frei. Es ist aber auch möglich das Dach das Gebäude zu besuchen, von dem man  einen wunderbaren Blick über Havanna genießt. Wer auf das Dach möchte, zahlt einen USD Eintritt.
  • Das am Parque Central gelegene Gran Teatro de La Habana ist eines der wichtigsten Schauspielhäuser Kubas. Es ist die Heimstätte des renommierten Ballet Nacional de Cuba. Das historische Gebäude beeindruckt mit der markanten neobarocken Fassade. Im Inneren fasst der große Saal bis zu 1500 Personen. Das Theater lässt sich tagsüber besichtigen, besser besucht man jedoch abends eine Veranstaltung. Ein Besuch ist auch für Nicht-Spanisch-Sprechende ein Erlebnis. Die Karten erwirbt man unkompliziert am Haupteingang. Die Eintrittspreise für Ausländer beginnen bei 30 USD.
  • Das imposante Capitolio wurde 1929 als Sitz des kubanischen Parlaments fertiggestellt. Das klassizistische Gebäude orientiert sich am US-amerikanische Kapitol, das insgesamt zwar größer, an seiner höchsten Stelle jedoch etwas niedriger ist. Nach jahrelanger Sanierung sind die Arbeiten nun abgeschlossen. Bereits Anfang 2018 wurde das Kapitol für Besucher geöffnet. In der bis zur Kuppel 90 Meter hohen zentralen Halle befindet sich auf dem Boden ein in Gold gefassten 24‐karätiger Diamant. Der Diamant wird als „Stern von Cuba“ bezeichnet, der den Kilometer Null markiert, von dem alle Entfernungen des kubanischen Straßennetzes gemessen werden. In der Halle befindet sich auch die 12 Meter hohe Bronzestatue La República.

Kirchen, Klöster & Gotteshäuser

  • Die Kolumbus-Kathedrale ist das wichtigste Gotteshaus der Stadt. Es liegt am gleichnamigen Platz. Sie wurde zu Beginn des 18. Jahrhundert erbaut und zeichnet sich durch die üppig verzierte Fassade aus Korallengestein und ihrer zwei asymmetrischen Türme aus. Der östliche der Türme ist der Glockenturm, der bestiegen werden kann. Vom Turm hat man einen wunderbaren Blick über die Dächer der Altstadt. Ende des 18. Jahrhunderts waren die sterblichen Überreste von Christoph Kolumbus aus Santo Domingo hierher gebracht worden.
  • Die unweit des Hafens gelegene Catedral Ortodoxa Nuestra Señora de Kazán gilt als zweitgrößte byzantinische orthodoxe Kirche außerhalb von Russland. Sie ist ein Denkmal der Freundschaft zwischen Kuba und Russland. Die Kathedrale besitzt sechs Kuppeln, von denen zwei vergoldet sind.
  • Das große Convento de Santa Clara liegt etwas versteckt inmitten der Altstadt. Die Anlage lässt sich nur von außen besichtigen.
  • Das Convento de Belen erstreckt sich über einen ganzen Straßenblock der Altstadt. Es verfügt über einen interessanten historische Torbogen, den Arco de Belén. Dieser diente der Verbindung des Klosters mit dem Krankenhaus des Klosters.
  • Das Convento de San Francisco de Asis wurde ursprünglich zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut. Das Gebäude dominiert die Südseite des Plaza de San Francisco de Asis und erscheint nahezu wie eine Verteidigungsanlage. Der dreigeschossige Turm diente in der Tat einst bei Angriffen als strategischer Aussichtspunkt.


Museen

  • Im ehemaligen Präsidentenpalast befindet sich heute das Revolutionsmuseum, das Museo de la Revolucion (Karte). Die Ausstellung thematisiert die Geschichte des kubanischen Unabhängigkeitskampfes beginnend bei der spanischen Kolonialzeit. Im Garten des Anwesens lässt sich die originale Yacht - die Granma - besichtigen mit denen Fidel Castro, Ernesto Che Guevara und 80 verbündete aus Mexiko nach Kuba gekommen waren, um das Land zu befreien. Der Eintritt in das Museum beträgt 5 USD.
  • Im Museo Ron Havana Club lässt sich ein Einblick in die Geschichte und die einzelnen Produktionsschritte des Rums erhalten. Der Eintritt beträgt 7 USD.
  • Das Museo Nacional de Bellas Artes ist das bedeutendste Kunstmuseum Kubas. Es wurde im Jahre 1913 gegründet und befindet sich seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Palacio de Bellas Artes. Das Museum verfügt über eine beachtliche Gemäldesammlung europäischer Künstler. Der Eintritt beträgt 5 USD. Für 8 USD lässt sich ein Kombinationsticket mit dem Museo Nacional de Bellas Artes erwerben.
  • Das Museo Nacional de Bellas Artes verfügt über eine umfassende Sammlung kubanischer Künstler. Über aktuelle Ausstellungen gibt die Internetseite des Museums Auskunft. Der Eintritt beträgt 5 USD. Kinder bis 12 sind frei. Eine Führung gibt es für 3 USD. Im Kombiticket mit dem Museo de Bellas Artes beträgt der Eintritt 8 USD.
  • Das Museo de la Ciudad (Karte) mit seinem sehr schönen Innenhof wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Barock-Stil erbaut. Zunächst diente es als Wohnsitz der spanischen Gouverneure, später der amerikanischen Militär-Gouverneure und zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Präsidenten der Republik. Im Anschluss wurde das Gebäude zum Rathaus und später schließlich zum Stadtmuseum umgewandelt. Heute sind in dem Museum das Mobiliar der Epoche, Kunstwerke und Dokumente über die Geschichte Havannas ausgestellt. Der Einritt beträgt 3 USD.
  • Unweit des Hauptbahnhofs (Karte) befindet sich das Museo Casa Natal de José Martí. Das Museum wurde in dem schlichten Geburtshaus des wichtigsten Nationalhelden Kubas , der Casa Martí, eingerichtet. In dem kleinen Museum vermittelt einen Einblick in das Leben des Schriftstellers und Freiheitskämpfers. Der Eintritt beträgt 2 USD.
  • In der Casa de Africa (Karte) finden man die größte afro-kubanische Ausstellung Havannas. Unter anderem wird die afro-kubanische Santería Religion thematisiert.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Am Plaza Vieja liegt die Camera Obscura (Karte). Wer die Camera Obscura besucht, erhält einen einen guten Überblick über die Stadt. In einer Dunkelkammer wird ein Bild der Stadt projiziert. Die Vorführung dauert etwa fünf Minuten. Es kann auch die Terrasse des Gebäudes besucht werden, von welcher man einen herrlichen Blick über die Stadt genießt. Ein Aufzug bringt die Besucher komfortabel in die fünfte Etage. Der Eintritt beträgt 2 USD.
  • Auf der anderen Seite der Bucht, befindet sich auf einem Hügel erhöht der Cristo de la Habana (Karte). Die knapp dreißig Meter hohe Statue wurde Ende 1958 errichtet. Zwei Wochen spät kamen die Revolutionäre unter der Führung Fidel Castros in die Stadt. Von Fuß des Denkmals hat man einen wunderbaren Ausblick über die Altstadt und weite Teile Havannas. Das Gelände ist frei zugänglich, es gibt keinen Eintritt. Den Cristo erreicht man am einfachsten mit der Fähre.
  • Das Hotel Ambos Mundos war das Stammhotel von Hemingway. Hier beendete der Nobelpreisträger das Buch Tod am Nachmittag (1932) und begann die Romane Die grünen Hügel Afrikas (1935) und Haben und Nichthaben (1937). Das Zimmer 511, in dem der Literaturnobelpreisträger in den 1930er-Jahren untergebracht war, dient heute als Museumszimmer. Der Eintritt beträgt 5 USD.

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