Ostkuba

Aktualisiert: 9. Mai 2021

Reiseführer

Ostkuba: der Oriente

Aktualisiert: 9. Mai 2021

Durchquert man die endlos scheinen fruchtbaren Ebenen Zentralkubas in Richtung Osten, beginnt der Oriente, sobald die Stadt Las Tunas (der Balkon des Ostens) erreicht ist. Je weiter man sich gen Osten begibt, desto hügeliger wird die Landschaft, bis die Hügel schließlich in eine zerklüftete Berglandschaft übergehen.

Der Osten Kubas ist der wildeste Teil der Insel. Im Oriente hat Kuba eine ganz eigene Identität, denn auch wenn die ganze Insel zur Karibik zählt, fühle es sich in den östlichen Provinzen auch wirklich danach an. Nicht nur das Klima ist hier heißer als im Rest des Landes. Der Osten Kubas ist die Heimat der afrikanischen Seele des Landes.

Bekannt ist die Region für afrikanische Rhythmen und wilde Feste - allem voran der jährlich stattfindende Karneval in Santiago de Cuba. Lage Zeit war der Osten des Landes recht isoliert, besonders die entlegenen Bergregionen und noch heute verläuft das - etwa 1000 Kilometer von der Metropole Havanna entfernte - Leben in einer ruhigeren Gangart.

Highlights in Ostkuba:

Kubas zweitgrößte Stadt »Santiago de Cuba«
tropische Naturparadies »Baracoa« im tiefsten Osten
Kubas zweitwichtigster Badeort »Guardalavaca«
Kubas höchstes Gebirge »Sierra Maestra«

Übersicht der Urlaubsorte in Ostkuba:

Santiago de Cuba: Stadt der Helden

Parque Céspedes und historisches Rathaus in Santiago

Das geschichtsträchtige Santiago de Cuba ist mit etwa einer halben Million Bewohnern Kubas zweitgrößte Stadt und die Hauptstadt des Oriente. Die Stadt liegt eingebettet in einer reizenden Kulisse aus Meer und Bergen mit tropischen Wäldern. Santiago gilt als die Stadt der Revolutionäre, denn gleich mehrere Unabhängigkeitsbewegungen fanden hier ihren Ursprung. Der Hafen machte Santiago über Generationen zur Anlaufstelle für Immigranten - besonders aus dem unweit entfernten Haiti und Jamaika. Noch heute ist der Anteil an dunkelhäutigen Menschen in Santiago höher als in den meisten anderen Regionen Kubas.

Santiago eine Vielzahl an Spannenden Sehenswürdigkeiten zu bieten, wobei sich die meisten in den engen Gassen der historischen Altstadt verteilen. Auch im Umland der Stadt gibt es jedoch einen großen Schatz an sehenswerten Attraktionen, dessen Spektrum von schönen Badestränden bis zu üppige Tropenwälder in den nahen Bergen reicht.

Holguín: Stadt der Parks

Eine gute Fahrstunde nördlich von Santiago de Cuba befindet sich Holguín, die zweitgrößte Stadt im Osten Kubas. Holguín ist eine authentische kubanische Großstadt, die über ein ansehnliches Stadtzentrum verfügt, in dem sich besonders viele Parks besichtigen lassen. Nur wenige Urlauber kommen jedoch in die Stadt. Die meisten Reisenden passieren lediglich den Flughafen, um Guardalavaca, die nahe gelegenen Strände zu erreichen.

Guardalavaca: Kubas zweitwichtigster Badort

Eine knappe Fahrstunde östlich von Holguín befindet sich der bedeutende Urlaubsort im Osten Kubas. An der schönen Playa Guardalavaca befinden sich eine Reihe an größeren Hotelanlagen.

Guantánamo

Östlich Santiagos befindet sich Guantánamo, das nicht nur durch das Lied der Gunatanamera weltbekannt wurde, sondern auch durch den amerikanischen Marinestützpunkt, dessen trauriger Bekanntheitsgrad keiner weiteren Erläuterung bedarf. Nirgend sonst kommen sich der selbsternannte Erzfeind und Kuba so nah wie an dieser Stelle.

Baracoa

Im tiefsten Osten liegt, eingebettet in tropischer Natur, das Städtchen Baracoa, das die erste Stadt Kubas war. Baracoa war lange Zeit vom Rest des Landes abgeschnitten. Erst nach dem Sieg der Revolution wurde eine beeindruckende Passstraße errichtet, die die Stadt an den Rest des Landes anschloss.

Der Tafelberg, das Wahrzeichen Baracoas

Auch, wenn es im Osten weniger Traumstrände gibt, als im Rest des Landes ist Region ein Paradies für Naturfreunde. In der zerklüfteten Berglandschaft sind ganze sieben Nationalparks zu erkunden. Der bekannteste Nationalpark wurde nach dem deutschen Abenteuer Alexander von Humboldt benannt, der in Kuba forschte.

Südlich von Holguín liegt schließlich Santiago de Cuba, die Stadt die sich in direkter Nachbarschaft zur fast 2000 Meter aufragenden Sierra Maestra befindet.

Zugang zum Turquino Nationalpark

Bedeutend in der Geschichte Kubas ist die westlich von Santiago liegende Kleinstadt Bayamo, die als Wiege der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Spanien gilt.

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